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29. April 2021

An erster Stelle steht das Wohl aller

Ein Motto der amerikanischen Navy Seals lautet:

„Mission first, Team second, me third!“

Nicht nur im Management, auch in der Politik, der Familie oder in der Sportmannschaft lautet die Hauptaufgabe stets, die Mission zu erfüllen und seinen Job bestmöglich zu erledigen. Erreichen lässt sich das in der Gemeinschaft mit anderen jedoch nur, wenn alle Beteiligten mit der gleichen Hingabe für die anvisierten Ziele eintreten. Die oder der Einzelne ordnet sich der Mission unter und dient dem Team, um die Aufgabe gemeinsam zu erfüllen.

Mit Covid-19 erleben wir eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen der letzten Jahrzehnte. Eigentlich sollte uns diese Krise zusammenrücken lassen, doch häufig ist leider genau das Gegenteil der Fall. Im Managementbereich trennt sich gerade gut sichtbar die Spreu jener, die nur das eigene Renommee und das Wohl ihres Bereichs im Auge haben, vom Weizen der anderen, die dem großen Ganzen dienen, die ihre Ressourcen teilen und im Highspeed-Modus ackern, um ihr Unternehmen sicher um die Klippen der aktuellen Krise herumzusteuern.

In der Politik erlebten wir jüngst, wie sich die Entscheider intern und in der Presse gegenseitig ausmanövrierten, um ihre eigenen Interessen durchzusetzen. Und aufgehört hat das bis heute nicht. Mit kaum verhohlenem Egoismus bringen sich die Protagonisten weiter in Stellung, um die Sonnenplätze in den Medien für sich zu sichern. Sie tun und sagen bevorzugt das, was ihnen Stimmen bringen könnte, und nicht immer das, was für die Menschen das Beste wäre.

Viele Wissenschaftler drängen in die Öffentlichkeit, engagieren sogar PR-Agenturen, um ihre Erkenntnisse in den Medien so zu verwässern, damit sie zwar jeder versteht, aber auch in seinem Sinne interpretieren kann. Und wir anderen? Wenn mittwochs ein Lockdown beginnt, stürmen wir zu Tausenden dienstags noch rasch die Innenstädte, weil das Shoppen ja noch nicht verboten ist – ganz so, als würde das Virus bis Mitternacht Rücksicht auf uns und unsere Wünsche nehmen. Vom Missbrauch des Demonstrationsrechts möchte ich erst gar nicht reden.


Man muss nicht alles begrüßen, was derzeit entschieden wird, aber Solidarität und Gemeinsinn sind Pflicht in der Lage, in der wir uns momentan befinden. Wir müssen weder ein Navy Seal noch ein Fan dieser Einheit sein, um unser Ego hintanzustellen und uns zu sagen:

Als Erstes kommt die Mission, dann das Team und erst dann ich selbst, weil dies das Beste für alle ist.

Eine alte Weisheit bewahrheitet sich immer wieder, und das jeden Tag:

  • Das Management ist wie das Leben, und die Menschen entscheiden, ob es zu etwas gut ist und für was es gut ist.
  • Und wer etwas für alle tut, tut am Ende viel für sich selbst.


Bildquelle: AdobeStock cofficevid


Mehr über das Thema „Dem großen Ganzen dienen, bevor das Ich sein Recht einfordert“ finden Sie in meinem neuen Buch „Management beyond Ego“.

Ihr
Matthias Kolbusa

 


Wenn auch Sie Lust auf ein Management haben, bei dem inspirierte Menschen ihr Ego ohne Wenn und Aber in den Dienst der Sache stellen, dann empfehle ich Ihnen mein neues Buch Management beyond Ego. Teams in der neuen Arbeitswelt zu außergewöhnlichen Erfolgen führen. In ihm erfahren Sie, was es heißt, im Management Wege abseits des Üblichen zu gehen, erkenntnisorientiert zu kommunizieren, mutig zu entscheiden, mit emotionalen Zielbildern fortschrittsbasiert zu managen und durch einen gezielten Discomfort massiv an Wettbewerbsstärke zu gewinnen. Auf meiner Website zum Buch finden Sie eine ausführliche Leseprobe und eine kleine Videoserie zum Thema.


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