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Wenn das Ziel zu weit in der Zukunft liegt

31. Januar 2019 | von Matthias Kolbusa | 0 Kommentare

31. January 2019 | by Matthias Kolbusa | 0 comments

Eine meiner Grundüberzeugungen lautet: Veränderungsprojekte scheitern, weil sie nicht ausreichend durchdacht sind. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Vor einiger Zeit hatte ich ein Gespräch mit dem CEO eines Industrieunternehmens, den ich beim Überdenken der strategischen Ausrichtung des Unternehmens begleitet hatte. Er stellte mir eine Frage, die zu einigen spannenden Coaching-Sitzungen führte: „Herr Kolbusa, vor zwei Jahren haben wir gemeinsam eine richtig gute Strategie entwickelt, sie wirklich durchdacht, mit dem Managementteam in saubere Bereichskonzepte heruntergebrochen und dabei nicht nur das Gesamtbild skizziert, sondern jedes einzelne Detail durchdrungen. Und trotzdem stehen wir im Grunde genommen immer noch so da wie vorher! Wieso? Warum tun wir uns mit der Umsetzung so unglaublich schwer?“

Der Zeithorizont der Strategie und der entsprechenden Bereichskonzepte, von denen der CEO sprach, betrug drei Jahre. Für umfassende Strategien ist dieser Zeitraum recht schmal bemessen, für die durchschnittliche Vorstellungswelt des Menschen jedoch viel zu lang. Die Psychologie weiß inzwischen, dass Menschen in der Regel eine „Denkdistanz“, wie ich sie plakativ nenne, von sechs bis neun Monaten haben.

Das Problem der Denkdistanz

Was damit gemeint, ist lässt sich gut am Extrem erläutern: Schwer Drogenabhängige blicken für gewöhnlich höchstens 48 Stunden weit in die Zukunft, von Depressionen geplagte Menschen zwei Wochen. Es hat in den meisten Fällen keinen Sinn, einem am Depressionen Erkrankten zu erläutern, welch großen Nutzen ihm die Überwindung zu bestimmten Maßnahmen bringt und dass er die positiven Effekte in einem Vierteljahr erleben wird.

Dabei ist es keinesfalls so, dass die in Aussicht gestellten Effekte und die beschriebenen Perspektiven ihren Adressaten nicht interessieren würden. Das tun sie sehr wohl. Denn wer würde beispielsweise nicht gerne ein sorgenfreieres Leben führen? Jedoch passen die Perspektiven nicht in die Vorstellungswelt des betreffenden Menschen. Das Wort „passt“ ist hier bildlich-wörtlich zu verstehen. Das Ziel befindet sich außerhalb der Blickweite, der eigenen Denkdistanz, was dazu führt, dass die gestarteten Maßnahmen schnell wieder vernachlässigt beziehungsweise ganz unterlassen werden.

Wenn Sie genauer wissen wollen, wie Ihre Strategie mit Horizont-Empathie emotional und damit schneller und besser wird, lesen Sie meine aktuellen SECRETS OF EXECUTION® | Bd. 14 STRATEGY + INNOVATION SPEED! Wie Strategien und Innovation erheblich schneller umgesetzt werden, die Sie hier kostenlos downloaden können oder melden sich zu einer meiner Veranstaltungen an.

Mit Horizont-Empathie den Fokus und den Willen hochhalten

Im Management ist das nicht anders. Wenn der Zielzustand zu weit entfernt ist, um die Kräfte frisch zu halten, hilft auch kein Coaching, kein motivatorisches „Entfachen von Willen“ oder irgendwie geartetes Teambildungs-Tschakka (hier mein Blogbeitrag Teamentwicklung? Unnützes Trockenschwimmen zum Thema), das nahezu immer ein teurer Schuss in den Ofen ist.

Die Strategie vom Unternehmen auf die konkreten Zielbilder jeden Bereichs herunterzubrechen ist notwendig, oft jedoch nicht ausreichend. Jedes strategische Zwischenziel, das weiter als sechs bis neun Monate in der Zukunft liegt, läuft Gefahr, am erlahmenden Willen der Protagonisten zu scheitern. Wenn Sie das wissen und beachten, wird Ihnen rasch deutlich, dass vieles in Ihren Projekten unnütz, weil ohne Effekt ist und dass Sie andere Dinge nicht nutzen, die an den Denkhorizonten andocken und diese ein Stück weit ausdehnen können.

Denken und Fühlen „auf Sicht“

Denken Sie darüber nach, was Horizont-Empathie für Sie und Ihr Vorhaben bedeutet. Was sind die Konsequenzen für Ihre Kommunikation und Ihr Veränderungsmanagement? Wie takten Sie Ihre Zwischenergebnisse, damit sie nicht nur gedacht, sondern auch emotional gespürt werden können? Und wie müssen sie beschaffen sein? Kühle Zahlenziele, die im Herzen nichts auslösen, oder eine emotionale Vorstellung, wie beispielsweise eine stolze Präsentation, die in einem halben Jahr alle vom Hocker reißt?

Die Kolbusa-Power-Tage für Sie und Ihr Team

Sie suchen eine Möglichkeit, Ihr Management-Team an einem einzigen, konzentrierten und herausfordernden Tag echter Hochleistungskultur einen entscheidenden Schritt näher zu bringen? Sie wissen bereits, wohin Sie mit Ihrer Strategie wollen und möchten noch mehr Stringenz und Konsequenz in der Umsetzung gewinnen? Erleben Sie, was ein exzellent vorbereiteter Power-Tag mit Matthias Kolbusa für einen nachhaltigen Wertbeitrag leistet:

  • Hochleistungskulturen schmieden. Eine Hochleistungskultur will jeder, aber die wenigsten sind bereit für die Discomfort-Zone. Information downloaden
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