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Spaßfaktor Disziplin: In vier Schritten zum persönlichen Durchbruch (2)

25. August 2017 | von Matthias Kolbusa | 1 Kommentar

25. August 2017 | by Matthias Kolbusa | 1 comment

Im ersten Teil dieses Blogbeitrags haben wir den Unterschied zwischen von außen erzwungener, stumpfsinniger Pflichterfüllung und wahrer Disziplin als Einhaltung von Vereinbarungen mit sich selbst thematisiert. Außerdem haben wir unter Punkt 1 diskutiert, wie wir alle unnötigen, weil nur gefühlten Pflichten entrümpeln, für die es keine schlüssige Antwort auf die Wieso-Frage gibt.

In Punkt 2 ging es um den Abgleich der nach dem Ausmisten verbliebenen Dinge mit unserem Wertesystem. Welche Pflichten, Aufgaben und Verantwortungen verfügen zwar über ein belastbares Wieso, passen aber nicht zu unseren zentralen Werten? Auf diese Weise ist es uns gelungen, die Spreu vom Weizen zu trennen und lediglich jene Pflichten übrig zu halten, die wirklich Sinn und Wert für uns haben.

Erkenntnis ist aber nicht automatisch Tun. Deshalb wird es im Folgenden darum gehen, wie wir unsere Einsichten und Entscheidungen konsequent zu Handlungen transformieren.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen und Umsetzen.

Schritt 3: Den Preis erfragen

Führt unsere bereinigte Liste von Pflichten und Verantwortungen automatisch dazu, uns im Job ein Bein auszureißen, um mit viel Disziplin Nächte durchzuarbeiten? Werden wir turbogetrieben neben dem nötigen Soll mit beeindruckenden Konzepten und Ideen um die Ecke kommen, mit denen wir alles und jeden auf der Karriereleiter überholen?

Wohl kaum. Aber braucht es das überhaupt? Seien Sie ehrlich und hinterfragen Sie aufrichtig Ihr Motiv. Reiner Wettbewerbsgeist kann hier völlig in Ordnung sein! Besser als andere sein zu wollen, ist nicht verwerflich. Wenn Sie für sich klären, dass Sie Vorstand werden wollen oder ein siebenstelliges Einkommen als Selbständiger erreichen möchten, dann müssen Sie sich dafür nicht verurteilen. Wir leben schließlich in einem kapitalistischen System, in dem materielle Werte und Statussymbole sehr hoch aufhängt sind. Ob uns das in der Rückschau zufrieden macht und mit Sinn erfüllt oder ob wir erst auf dem Sterbebett erkennen, dass uns immaterieller Reichtum glücklicher gemacht hätte, stellt die Frage nach dem Wert – dem Wieso auf einer tieferen Treppenstufe. Daher halten Sie auch hier nicht an. Denn wenn Sie im Job lediglich viel Geld verdienen und von vielen bewundert werden wollen, mag das ausreichen, um die für Sie notwendige Disziplin zu entwickeln.

Mit zwei Nebenwirkungen müssen Sie dabei allerdings rechnen:

1. Es wird keine leichtgängige, keine Spaß-Disziplin sein.

2. Das Risiko, später frustriert auf sein Leben zu blicken, ist relativ hoch.

Also besser keine Karriere machen? Keine Disziplin an den Tag legen, um besser zu sein als andere? Keine Überwindung für die eine oder andere Extra-Schicht?

Mitnichten! Das ist damit nicht gesagt. Es hängt davon ab, was weitere ein bis zwei Wieso-Stufen tiefer liegt. Wenn sich dort der Blick in einen tiefen Abgrund auftut, sollte man seine Karriereambitionen wirklich hinterfragen. In diesem Fall sind die Ambitionen noch unausgereift und das Verhalten wird ebenso sein.

Wenn Sie dort finden, dass Sie derjenige sein möchten, der den Vertrieb völlig umkrempelt und an dessen Spitze sicherstellt, dass es Ihr Unternehmen auch noch in 50 Jahren gibt – oder wenn Sie diejenige sind, die im Unternehmen ein Umfeld der Arbeitsfreude für alle schafft, haben Sie sich geklärt und die Mission gefunden, die Sie weiterträgt. In meinem Fall etwa lautet diese Mission, Manager und Berater dabei zu unterstützen, einzigartige Strategien zu entwickeln und umzusetzen, um nachhaltige Wettbewerbsstärke zu bewahren.

Eine derart starke Triebfeder liefert vermutlich weit mehr Energie als Anerkennung oder materielle Dinge. Eine tolle Bezahlung und große Wertschätzung werden Sie vermutlich trotzdem erhalten. Sie werden aber nicht mehr das Ziel sein, sondern eine verdiente Belohnung dafür, in Ihrer Herzensangelegenheit herausragend zu sein.

Schritt 4: Zahltag! Spaß haben.

Um sich schließlich mit Genuss der Disziplin hinzugeben und zu tun, was wirklich notwendig ist – über alle inneren Widerstände und Interessenkonflikte, jede Unlust und Müdigkeit hinweg – hängt davon ab, ob Sie sich vorher den Preis klargemacht haben, der zu zahlen ist.

Fragen Sie sich zu jedem der verbliebenen vielleicht fünf bis sieben Punkte auf Ihrer Liste, ob Sie bereit sind, den Preis zu zahlen. Sind Sie bereit, ab und an auf das Feierabendbier zu verzichten, um zu laufen, damit Sie gesünder mit Ihrem Partner alt werden? Sind Sie festen Willens, Konflikte gegen andere Meinungen in Ihrer Firma aus Überzeugung auszutragen, wenn Sie den Vertrieb völlig umkrempeln wollen?

Nur dort, wo Sie den Preis auf dem Etikett tatsächlich zahlen wollen, werden Sie wahrhaft diszipliniert sein.

Wenn Sie noch nicht wissen, ob Sie es können oder ob Sie schon überzeugt sind, bestellen Sie sich unbedingt mein aktuelles Buch: „KONSEQUENZ. Management ohne Kompromisse“ um sich weitere Zusammenhänge rund um die Disziplin und andere Erfolgsprinzipien zu erschließen.

Natürlich werden Ihre selbstdisziplinarischen Vorsätze im Alltag hier und da Ziel- und Wertekonflikte so aufwerfen, dass Sie Ihre Vereinbarungen mit sich selbst überdenken und neu verhandeln müssen. Auf diese Weise schält sich Stück für Stück ein System aus Sinn, Zielen, Werten und Prinzipien heraus, das Ihnen zeigt, wo es sich lohnt, diszipliniert zu sein.

Wer ein stressfreies Leben im Einklang mit sich führen möchte, kommt nicht umhin, dieses System aus Sinn, Zielen, Werten und Prinzipien explizit für sich zu klären. Ein Richtig oder Falsch existiert da nicht. Es muss zu Ihnen passen und wird immer wieder überarbeitet. Steht es erst einmal, werden Sie erleben, dass Sie zu viel mehr in der Lage sind und viel mehr Disziplin haben, als Sie jemals dachten. Wer mein Ergebnis, mein ganz persönliches System, kennenlernen möchte, schreibt bitte eine E-Mail an matthias@kolbusa.com. Sie sollen und werden es nicht kopieren können, werden vom Ergebnistyp unter Umständen aber angeregt und motiviert werden.

Ich wünsche Ihnen einen guten Wirkungsgrad.

Ihr Matthias Kolbusa

Hier klicken zum 1.Teil

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