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Schneller als der Schwall erlaubt. Entscheidungen ohne Gequatsche
Speed Decision. Mit ODI zur Managementgeschwindigkeit

14. Juni 2018 | von Matthias Kolbusa | 0 Kommentare

14. June 2018 | by Matthias Kolbusa | 0 comments

„Wir müssen schneller werden!“, heißt es allerorten. Wer über mehr Geschwindigkeit im Management philosophiert, kommt unweigerlich zur Erkenntnis, dass der Top-Beschleuniger nicht in den Prozessen oder Strukturen zu finden ist, sondern in Entscheidungen, die gefällt werden müssen. Ob es im Kleinen um ein Konzept mit dem Marketing geht oder im Großen um Produkte oder Angebote, die man aus Rentabilitätsgründen einstampft: Es kommt darauf an, die Dinge schnell vom Tisch zu kriegen.

Aber nicht nur darauf: Oft ist es sogar wichtiger, sie damit auch aus den Köpfen zu bekommen. Denn es sind gerade die Endlosschleifen des Unerledigten im Hirn und die Nerven, die schwebende Verfahren kosten, die Managern die Energie rauben. Sie machen Besprechungen zu quälenden Marathons ohne Zieleinlauf und Manager zu konfusen Nervenbündeln, die mit allem zu spät kommen. Durch die Ablagerungen des Unfertigen geht die Produktivität den Bach herunter.

Statt also ständig an etwas denken zu müssen, das längst erledigt gehört, oder ein Thema immer wieder aufzuwärmen, um sich das gleiche Commitment zum x-ten Mal bestätigen zu lassen, muss der Auftrag lauten: Entscheidungsbeschleunigung! Überall und so extrem wie möglich! Doch wie funktioniert das?

Ganz einfach! Mit dem ODI-Prinzip:


  • Ownership

  • Decide

  • Insights




1. Ownership: Who owns the decision?

Der Kardinalfehler bei lahmen Entscheidungen wird meist schon zu Anfang begangen: Es ist nicht klar, wer die Entscheidung eigentlich zu fällen hat. In aller Regel führt das zu einem sehr eigenartigen Konsensdiktat. Schließlich müssen die Entscheidungen dann von allen mitgetragen werden.

Ganz ehrlich? Das ist ineffizienter und ineffektiver Blödsinn! Entscheidungen werden nicht dadurch besser, dass viele oder gar alle so lange mitreden bis alles von jedem gesagt wurde. Konsens ist fast immer langsamer und schlechter zugleich. Wirklich teilhaben müssen nur wenige Richtige. Wichtig ist also, vor jeder Entscheidung zu klären: Who owns the decision?

Konkret: Wenn in einer Runde von acht Leuten fünf Entscheidungsträger sitzen, darf mit allen debattiert werden – aber nur, wenn die auch etwas beizutragen haben. Und immer mit Timeboxing: 20 Minuten sind genug. Danach dreht sich meiner Erfahrung nach ohnehin jede Diskussion im Kreis. Wenn vorher noch geregelt wurde, mit welcher Mehrheit: einfach, zweidrittel, dreiviertel oder Konsensentscheid (nur wo unbedingt nötig!), dann geht die Entscheidungsgeschwindigkeit schlagartig durch die Decke. Versprochen. Mehr als etwas Disziplin braucht es nicht dafür.

2. Decide

Im Anschluss wird gemäß dem zuvor vereinbarten Mehrheitsprinzip entschieden. Und das Wunder geschieht: Eine Entscheidung wurde geboren und das so schnell wie nie zuvor. Sollten dann von fünf Entscheidungsträgern plötzlich zwei anderer Meinung sein, haben sie Pech gehabt. Nachverhandelt wird nicht. Hat man sich auf einem Proporz verständigt, ist es ein Ausdruck der Loyalität, ihn nicht wieder auszuhöhlen. Schluss mit quatschen – machen!

3. Insight

Kann die Entscheidung trotzdem noch mal überdacht werden? Klar, aber nur im Ausnahmefall! Alles andere ist illoyal! Die Ausnahme liegt bei der ODI-Regel dann vor, wenn sich neue Erkenntnisse, sogenannte Insights, ergeben haben, die es tatsächlich notwendig machen, eine Entscheidung zu überdenken. Dann wird diese Erkenntnis auf den Prüfstand gepackt. Zuerst wird allerdings geklärt, ob der Bedarf überhaupt real ist. Ähnlich wie vor Gericht, wo vor dem neuen Verfahren erst über den Sinn einer Neuaufnahme verhandelt wird. Das ist allein schon strittig? Dann gilt ODI auch hier.

Viel Spaß mit ODI wünsche ich Ihnen. Und viel Erfolg. Wenn Sie Lust haben, teilen Sie mir Ihre Erfahrungen mit unter matthias@kolbusa.com. Oder Sie lesen mein aktuelles Buch KONSEQUENZ. Management ohne Kompromisse. Führen mit Klarheit und Aufrichtigkeit bzw. eines meiner kostenlosen Umsetzungsgeheimnisse SECRETS OF EXECUTION©, die Sie hier downloaden können.

Ihr Matthias Kolbusa

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