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Schlupfloch-Surfer im Management und wie man sie blockiert

16. Februar 2018 | von Matthias Kolbusa | 0 Kommentare

16. February 2018 | by Matthias Kolbusa | 0 comments

Ein Indianer kennt keinen Schmerz und Manager keine unangenehmen Aufgaben, wenn sie den Zielen ihrer Unternehmen dienen. Groß ist nur der Manager, der auch das nur Nötige, das Arbeitsintensive und weniger Profilträchtige mit Freude, Engagement und Können macht. Leider sind die Kollegen und Mitarbeiter nicht immer gleich konsequent. Manche sind nur groß darin, sich mit Ausreden aus Verantwortungen und Aufgaben herauszuwinden. Sie surfen von Schlupfloch zu Schlupfloch, um ihre Komfortzonen zu verteidigen. Machen Sie Schluss damit und schubsen Sie die Surfer vom Brett:

Das Projektschlupfloch

„Die Zinsen sind super. Eigentlich müssten uns die Investoren die Tür einrennen. 50 Prozent mehr Umsatz sind bestimmt drin. Mickrige Zehn haben wir eingefahren. Was ist da los?" Der Immobilienchef poltert, die Regionalleiter ziehen den Kopf ein. Den meisten dämmert, dass es bei der Steuerung klemmt, weil echte Führung fehlt: Kennzahlenverwaltung statt Potenzialentfaltung - weil es ja auch einfacher ist, Verkäufer Jahr für Jahr an moderat steigenden Zielen zu messen, statt schwierige Abwerbekampagnen zu planen, zu koordinieren und kontrollieren. Plötzlich hat der RL Süd eine zündende Idee: "Es gibt doch dieses Vorstandsprojekt ‚Vertriebssteuerung 2020'. Wollen wir dem wirklich vorgreifen? Das sollten wir erst mal abwarten!" Alle nicken erleichtert - bis auf den Chef. Der ist verzweifelt, denn das Ergebnis ist klar: Stagnation, und wenn es ganz schlimm kommt bis 2020.Wollen Sie das wirklich zulassen? Auf keinen Fall. Stopfen Sie das Schlupfloch!

Das Strukturschlupfloch

„Wir müssen mehr Produktinnovationen an den Start bringen und die Kundenbindung erhöhen." Die strategischen Ziele des Vorstands sind klar, aber der Bereichsleiter meutert: „Dafür müssen wir erst die Struktur ändern! Ein Projekt muss her. Dauer: ca. ein Jahr, Kosten: geschätzte 3 Mio. Aber dann läuft's bestimmt." Der Vorstand ist baff. Als ob Strukturen erfolgskritisch wären. Im Gegenteil: Oft erzeugen sie mehr bremsende Schnittstellen als vorher schon da sind. Und meist ist auch in alten Strukturen noch so viel Luft nach oben, dass man riesige Fortschritte machen kann, ohne den Laden komplett umzukrempeln. „Das mit den Strukturen schauen wir uns in Ruhe an. Damit holen wir später die letzten Prozente raus. Sie aber legen jetzt erst mal los. In einer Woche habe ich Ihren Plan auf dem Tisch. Kriegen Sie das hin?" So stopft man das Strukturschlupfloch!

Das „Geht nicht, weil-Schlupfloch"

„Tagein, tagaus: Das geht nicht, weil … Ich kann es nicht mehr hören!" Der Abteilungsleiter ist verzweifelt. Ein bisschen Mitgefühl wäre jetzt schön. Aber den Gefallen tun die Kollegen ihm nicht: „Selbst schuld! Wenn du deinen Mitarbeitern das immer durchgehen lässt. Du konditionierst sie ja regelrecht auf Misserfolg. Man kann alles managen, wenn man nur intensiv nachdenkt. Bring Ihnen lieber was anderes bei: „Das geht, wenn …" Manche muss man auch dazu zwingen. Lass einfach kein ‚Geht nicht, weil …' mehr gelten. Du wirst sehen, was plötzlich alles möglich ist, wenn der Feierabend an einer Lösung hängt. Und übrigens: Alles was nicht geht, geht noch nicht. Und nichts verhindert, alles rauszuholen, was rauszuholen ist, bis man den besten Weg gefunden hat. Mach deinen Job und stopf das Schlupfloch!"

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