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Kröten küssen! Was Manager zu Helden macht

31. Mai 2018 | von Matthias Kolbusa | 0 Kommentare

31. May 2018 | by Matthias Kolbusa | 0 comments

Jeden Tag liegen sie zu Tausenden auf den Tischen in den Konferenzräumen dieser Welt: hässliche Kröten, kleine, dicke, aufgeblasene, unscheinbare, riesige und ja – ausgesprochen widerliche. Eins haben diese Krötenjobs, die keiner machen will, immer gemeinsam: Keiner hat auf sie gewartet, jeder ekelt sich vor ihnen.

Mit dicken Augen glotzen die Lurche in die Runde und suchen einen Besitzer. Aber keiner will sie anfassen oder gar aufheben. Und küssen schon gar nicht. Soll doch ein anderer die Prinzessin sein, die auf den Prinzen hofft. Das Vieh ist einfach zu eklig, die Aufgabe zu schwierig, zu anstrengend, zu riskant oder gefühlt ganz einfach zu blöd. Nur gemacht werden muss sie!

Der allgemeine Widerwille schwängert die Luft im Herzen der Firmenzentrale. Kaum sitzt so ein Vieh auf dem Tisch, kreisen alle Gedanken um eine Ausrede, warum ich selbst das grüne Ekelpaket momentan nicht übernehmen kann: „Verdammt! Mir fällt nichts Richtiges ein! Besser, ich mach mich mal ganz klein, verdrücke mich Richtung Erdmittelpunkt oder setze mein Burn-out-Gesicht auf. Wenn es gar nicht anders geht, haue ich einen anderen in die Pfanne und erzähle brühwarm, warum genau dieser Kollege viel besser dafür geeignet ist. Hauptsache der Kelch (beziehungsweise die Kröte) möge an mir vorübergehen.“

Ganz ehrlich? Wer vor Kröten kneift, ist eine Memme, die manchmal gar nicht weiß, was sie verpasst. Ein Held wird man nicht, weil man Dinge tut, die Spaß machen und die keine Überwindung kosten. Helden sind Angstbezwinger, Nachvornestürmer, Chancenergreifer und Ekelüberwinder.

Wollt Ihr wirklich Helden sein, dreht den Spieß einfach um. Werdet zu Kämpfern! Streitet Euch um die warzigen Quaker! Ich möchte endlich mal eine Managementrunde erleben, in der sich eine dicke, fette Kröte vor lauter gierigen Händen nicht mehr zu retten weiß – eine Tafelrunde, in der fünf mutige Recken gleichzeitig rufen: „Ich mach das, ich kann das und ich will das!“

Mensch Manager! Hört auf, es euch in euren Komfortzonen gemütlich zu machen. Schluss damit, alle Energie für Ausflüchte zu verpulvern, warum das jetzt gerade nicht geht! Take it, auch wenn es nicht easy ist! Als Stephen Covey postulierte: „Big rocks first!“, hat er in Wirklichkeit diese Viecher gemeint: „Big Kröten first!“ Also her mit dem Ding und weg damit, bevor ein anderer sich die Sporen verdient.

Mut bedeutet, das Richtige zu tun – auch und besonders unter widrigen Umständen. Das Richtige heißt, das zu tun, was mehr Menschen nützt als schadet, und das mit Geschwindigkeit. Klar ist er schmal, der Grat zwischen Umsicht und Fahrlässigkeit, wenn man eine Kröte zum ersten Mal auf der Hand balanciert. Aber wir Menschen lernen schnell, und Mut ist ein Muskel, der wächst, wenn man ihn benutzt. Aber nur dann!

Mit dieser Haltung der Helden werden die größten Ungeheuer, die größten Kröten zu handzahmen Fröschen. Stolz macht sich breit, was man alles schaffen kann. Ein Kodex entsteht, in dem man zueinandersteht, in dem jeder alles geben will und in dem jeder für jeden kämpft.

Hört also auf, nur darüber zu reden! Lebt es vor! Schnappt Euch heute die Kröten auf dem Tisch! Alle! Ermutigt Kollegen und Mitarbeiter, es genauso zu tun! Einfach nehmen und machen! EINFACH MACHEN! Wie die Ritter Tafelrunde, die glorreichen Sieben, die Ninja Turtles und Marvels Avengers. Oder einfach noch viel, viel besser!

Aber halt: Wo wir gerade bei K wie Kröte sind – warum nicht mit K wie Konsequenz weitermachen? Ich lade Sie herzlich ein, mein aktuelles Buch KONSEQUENZ. Management ohne Kompromisse. Führen mit Klarheit und Aufrichtigkeit zu lesen. Hier finden Sie eine Leseprobe, um Sie zu überzeugen.

In diesem Sinne viel Freude beim Krötenküssen
Ihr Matthias Kolbusa

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