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Kolbusas Werteetablierung im Überblick – Ein konsequenter Ansatz in sieben Schritten

Kolbusas value establishment at a glance - A consequent approach in seven steps

03. Februar 2017 | von Matthias Kolbusa | 1 Kommentar

03. February 2017 | by Matthias Kolbusa | 1 comment

Während ich in den einigen Blog-Einträgen das viele Gequatsche im Rahmen von Change-Vorhaben bemängelt habe, bekommen Sie nachstehend kein Gequatsche – versprochen! Ich stelle Ihnen einen Prozess vor, den ich in der Praxis im Rahmen zahlreicher Engagements entwickelt, erprobt und verfeinert habe. Engagements, bei denen ich Unternehmen geholfen habe, nachhaltig, schnell und effizient ihre Kultur, das heißt ihre Formen der Zusammenarbeit und des Miteinanders, konsequent zu wirklichen Wettbewerbsvorteilen zu verändern.

Zitat Kolbusa 1Um einen Change erfolgreich und damit nachhaltig sowie unternehmerisch wirksam zu meistern, muss man sich und seinen Führungskräften eines von Anbeginn an sehr klar machen: Change ist Arbeit! Wer meint, erkannt zu haben, dass ihm mehr Offenheit, eine ausgeprägtere Kritik- oder Streitkultur oder mehr Mut und Geschwindigkeit (Stichwort: Agilität) einen Wettbewerbsvorteil verschafft, und dann denkt, dass dies mit zwei bis drei Workshops, ein wenig Nacharbeit, einem Kommunikationsplan und dem Installieren von ein paar „Change-Agents“ (was auch immer darunter zu verstehen ist) getan sei, der hat sich gewaltig geschnitten.

So billig ist solch ein Wettbewerbsvorteil nicht zu haben! Wie sagt man so schön: Wenn es so einfach wäre, hätte und könnte es jeder. Hat aber nicht jeder und kann auch nicht jeder. Die wenigen Unternehmen, die über eine echte Leistungskultur verfügen, sind dünn gesät. Und die, die so etwas ihr Eigen nennen dürfen (in der Regel Unternehmen, die sogar gegen jeden Branchentrend erfolgreich wachsen!), können Ihnen etwas davon erzählen, wie schwierig und anstrengend es war, dieses Niveau zu erreichen. Und sie werden Ihnen auch berichten, was alles an „bestandserhaltenden“ Gewohnheiten gepflegt wird und welche Maßnahmen immer wieder eingesteuert werden, um dieses hohe Niveau zu erhalten.

Nachfolgend nun meine 7 relevanten Schritte auf dem Weg zur Werteetablierung im Überblick (siehe Abb. unten):

1. Schritt: Wunsch oder Wille?
In jedem Gespräch mit neuen Klienten betone ich das oben Gesagte. Denn wenn man sich auf eine solche Veränderungsreise begibt, um wirklich etwas zu bewegen, sollte ein echter Wille dahinterstecken. Der Wille wird in diesem Schritt abgeklopft: Was konkret verspreche ich mir von möglichen Veränderungen? Konkret meint den faktischen unternehmerischen Nutzen, der sich entweder direkt oder indirekt in der GuV niederschlägt (irgendetwas geht schneller, einfacher, besser …) oder einen strategischen Wettbewerbsvorteil liefert (Kundenwahrnehmung, Attraktivität, Innovationskraft etc.), der sich selbstverständlich früher oder später auch auf die GuV auswirken muss! Dem wird der Aufwand gegenübergestellt, der zu betreiben wäre, um diesen Nutzen herbeizuführen.

2. Schritt: Arbeitsarchitektur
In diesem Schritt legen Sie eine sinnvolle und das heißt vor allem effiziente Arbeitsarchitektur fest: Wer übernimmt in dem Prozess was? Eine Warnung direkt an dieser Stelle vor der üblichen Medizin: Das Motto „Betroffene zu Beteiligten machen“ ist in der Regel nicht wirksam und dazu noch sehr teuer.

3. Schritt: Schlüsselwerte
Ein Kernteam widmet sich im Rahmen eines Workshops der Identifikation der entscheidenden Schlüsselwerte, die für die diskutierten Effekte (Schritt 1) und den dort skizzierten unternehmerischen Nutzen die maximale Hebelkraft besitzen. In der Regel werden hierbei fünf bis acht Schlüsselwerte identifiziert.

4. Schritt: Werteklärung
Kleine, schlagkräftige Arbeitsgruppen klären mit Prozessleads in 2,5-stündigen Arbeitssitzungen für jeden identifizierten Schlüsselwert, was konkret unter ihm verstanden wird. Dies ist bezogen auf einzelne konkrete (!) Rollen im Unternehmen oder dem in Rede stehenden Bereich. Dabei erfolgt eine klare Abgrenzung zu entgegenstehenden Werten und somit unerwünschtem Verhalten, das sich derzeit noch im Alltag zeigt. Mit den Ergebnissen wird ein sogenannter „Wertespickzettel“ erstellt.

5. Schritt: Phänomenbestimmung
In denselben 2,5-stündigen Arbeitssitzungen erfolgt ein Brainstorming mit einem jeweiligem „Anriss“ möglicher Phänomene. Unter Phänomenen werden konkrete Alltagssituationen verstanden, die sich situativ oder in einer bestimmten Frequenz immer wieder zeigen und Beispielcharakter für das gewünschte oder abzustellende Verhalten der diskutierten Werte haben. Auch erfolgt hier ein kurzer Rücksprung zu Schritt 4, da die Definition eines Wertes nun erheblich leichter fällt.

6. Schritt: Konsequenzmechanik
In einer intensiven Sitzung wählen die jeweiligen Prozessleads aus den möglichen Phänomenen (Brainstorming + Anriss aus Schritt 5) zwei Phänomene je Wert aus und erarbeiten eine Beschreibung und Konsequenzmechanik zu jedem Phänomen (je Phänomen ca. 30 Min.) in einem „Wertesteckbrief“. Die Wertesteckbriefe werden mit dem Kernteam diskutiert und abgestimmt.

7. Schritt: Erziehung und Sozialisierung
Im Kernteam werden Vereinbarungen zur Liveschaltung der Steckbriefe (Phänomene und Konsequenzmechanik) getroffen. Dabei werden die einzelnen Manager Rollen in den Bereichen der Kontrolle und des Fortschrittsmanagements übernehmen (Patenschaften). In den Kernteamsitzungen erfolgt sowohl die Reflexion von Status und Fortschritt als auch der Beschluss weiterer Erziehungsmaßnahmen.

7 Schritte zur Werteetablierung

Auf die einzelnen Schritte werde ich in den nächsten Blog-Einträgen im Detail eingehen.

Kolbusa Konsequenz AD

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