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Blender im Management Teil 2 von 2 Zwei Hebel zur Steigerung des Selbstwerts

17. November 2017 | von Matthias Kolbusa | 0 Kommentare

17. November 2017 | by Matthias Kolbusa | 0 comments

Manager, wirkliche Eckpfeiler, sorgen für ein Umfeld, in dem es höchst produktiv und im Sinne der Sache offen und kontrovers zugeht – und das, ohne sich großartig profilieren zu müssen. Sie verfügen über ein großes Selbstbewusstsein, dies jedoch nicht verstanden im Sinne von Arroganz. Denn das wäre der Ausdruck von mehr Schein als Sein; also vorzugeben, etwas zu haben oder zu können, was nicht der Fall ist. Vielmehr ist es eine ausgeprägte Bewusstheit für die eigenen Stärken und Schwächen und das, was gerade geschieht, gepaart mit einer großen Zuversicht, ohne naiv zu sein. (Siehe Teil 1 von „Blender im Management“)



Sind es Druck und Krisen, die negativ auf das Selbstbewusstsein einwirken, so ist es schlicht die Zeit, die beim Selbstwert stets gegen uns arbeitet.

Da gilt dann der Spruch:



Unter Selbstwert ist die Bewertung zu verstehen, die man von sich selber hat, seinen Fähigkeiten, seiner Persönlichkeit. Fühlen wir uns Herausforderungen gewachsen und gehen sie mutig an, so haben wir einen hohen, gut ausgeprägten Selbstwert. Überschätzen wir uns jedoch regelmäßig und scheitern, ist unser Selbstwert zu stark ausgeprägt. In der Regel verweist diese Überheblichkeit den übersteigerten Selbstwert sodann in seine Schranken. Dies hat leider nicht selten den Effekt, dass wir vielerlei Unternehmungen zukünftig lieber unterlassen. Womit wir wieder bei der Zeit wären, die stets gegen unseren Selbstwert arbeitet.
Menschen, bei denen der Selbstwert durch Zeitablauf bereits stark gelitten hat, erkennen wir daran, dass sie sagen, dass „früher alles besser war“, dass „sie das nicht mehr brauchen werden“ oder dass sie in der Regel die Letzten sind, die aus freien Stücken „Das übernehme ich“ sagen, wenn in der Teamrunde ein besonderes Thema zu vergeben ist.
Wollen wir zu echten Eckpfeilern im Management werden und ein produktives Umfeld schaffen, brauchen wir Menschen, die ein gesundes Selbstbewusstsein und einen ausgeprägten, stabilen Selbstwert haben.
Zwei Schlüsselaspekte gibt es für die Steigerung des Selbstwertes, den eigenen, den von anderen oder schlicht des gesamten Teams:

1. Will-Power! Mehr, als wir glauben

Sowohl wir selber als auch alle anderen können in der Regel viel mehr leisten, als wir glauben. Es mangelt uns in der Regel nicht an Kraft oder Möglichkeiten, sondern an wirklichem Willen. Machen Sie das sich und Ihrem Team klar! Wir Menschen sind von Natur aus bequem. Das, was uns und unsere Organisationen weiterbringt, ist jedoch das Unbequeme! Denn wenn es bequem wäre, hätten wir es bereits getan. Fragen Sie sich daher: Was erzeugt wirkliches Unbehagen? Die Timeline, obwohl schon arg knapp bemessen, um weitere zwei Wochen kürzen? Um dann richtig Gas zu geben und es zu schaffen? Um sich dann mit gestärktem Selbstwert einer wunderbaren Erholung zum Kräftetanken hinzugeben. Mit dem Team essen gehen, allen drei Tage Free-Flow-Zeit geben. Herrlich! Und viel produktiver, als die beiden ursprünglich eingeplanten Wochen in der üblichen Manier vor sich hin zu wursteln.

2. Mehr Mut!

Die zweite Hürde bei dem Unterfangen, den Selbstwert zu steigern, ist neben der Bequemlichkeit die Feigheit. Wir Menschen sind die größten Angsthasen auf dem Planeten. Das rührt daher, dass diejenigen unserer Vorfahren, die nicht bei jedem Rascheln sofort auf dem nächsten Baum saßen, gefressen wurden.
 

Übrig geblieben sind wir, die größten Schisser auf der Welt. Wollen wir an Selbstwert zulegen, müssen wir bewusste Risiken eingehen: beispielsweise „Ja“ sagen, wenn es darum geht, wer den Lead für das Projekt übernimmt, obwohl wir das noch nie gemacht haben. Oder den Mut aufbringen, den Kollegen zu sagen, dass man eine andere Idee hat, wie man das Vertriebsproblem lösen kann – um dann souverän klarzumachen, dass es nicht um richtig oder falsch geht, sondern um Erkenntnisgewinn

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